In den vergangenen Jahren haben Freunde, Kollegen und Patienten in erster Linie vier Fragen gestellt.
Warum hast du nicht an der Universitätsklinik Karriere gemacht? Warum endoskopierst du nicht mehr? Warum wolltest du nicht als Arbeitsmediziner Teil eines großen, vielleicht sogar globalen Unternehmens werden?Warum bist du Hausärztlicher Internist und Betriebsarzt geworden?
Fakt ist, dass der Arztberuf anstrengend ist - sehr anstrengend sogar. Denn neben der vielen Zeit, die man investiert, kostet die ärztliche Tätigkeit vor allen Dingen: Kraft und Energie. Wenn man so viel davon investiert, dann sollte man für sich selbst vor allen Dingen eines vorfinden: Spaß, Freude, einen Mehrwert für die Patientinnen&Patienten. Ich habe mich bewusst entschieden, auf das "einfachste" Level der Medizin zurückzukehren: Die sprechende Medizin, welche den Dialog sucht, den Konsens, die Lösung unter Einbeziehung aller Lebensfaktoren. Dafür kommen Menschen mit allen möglichen Problemen zu uns in die Praxis. Sozial, ökonomisch, gesundheitlich, privat.Wir haben ein tolles Team, welches die Sorgen & Nöte unserer Patienten von Beginn an auffängt. Wir leben in unserer interdisziplinären Praxis die Kooperation als Handlungsgrundlage - und das jeden Tag, 365 Tage im Jahr (den Faschingsdienstag ausgenommen 😉 ).
Für diesen Job, für diese Ganzheitlichkeit fällt es auch mir viel leichter, die tägliche Energie aufzubringen, welche eine moderne und empathische Medizin gleichermaßen verlangt. Der Weg zu dieser Erkenntnis war nicht kurz, aber er hat sich sehr gelohnt.
Und was treibt dich an?
